die Sehnsucht nach FREIHEIT gehört zum Jungsein, wie das Verknallt sein und Klamotten, aus denen man herauswächst. Noch nie waren Jugendliche freier als hier und heute. Sie können Bildung erlangen, Karriere machen und Wohlstand schaffen. Sie dürfen politisch aktiv sein und ihre Meinung frei äußern. Sie haben Zugang zu einer Unmenge von Informationen und können mit Menschen auf der ganzen Welt kommunizieren, ja sie können sogar in den letzten Winkel der Erde reisen. Sie leben in einer Welt der scheinbar unbegrenzten Möglichkeiten. – Dennoch partizipieren längst nicht alle daran und für viele wird die Chance gar zum Fluch. Denn sie „müssen nur wollen“. Die Band Wir sind Helden bringt das Dilemma auf den Punkt, wenn sie im gleichnamigen Lied singt: „ Muss ich immer alles müssen was ich kann? Aber wenn ich könnte wie ich wollte, würde ich gar nichts wollen. Ich weiß aber, dass alle etwas wollen soll’n.“
Ist FREIHEIT längst zum Zwang geworden, alles zu tun, was man kann? Bringen die unbegrenzten Möglichkeiten vor allem die Unmöglichkeit sich zu entscheiden? Was soll man noch wollen, wenn die Sehnsucht nach freier Entfaltung längst ersatzbefriedigt wurde durch die Pseudofreiheit sich zwischen Mediamarkt und Saturn und 30 Sorten Zahnpasta zu entscheiden und alle Freizeit bereits verplant ist? Vielleicht wollen sie doch noch etwas ganz anderes?
Wir jedenfalls wollen mit dem Programm in dieser Spielzeit unsere FREIHEIT auf den Prüfstand stellen, sie neu begreifen und neu in Anspruch nehmen.
Wir freuen uns auf viele neue Erfahrungen mit unseren jungen Zeitgenossen vor und auf der Bühne und auf die Freiheit, die Welt im Theater immer wieder mit neuen Augen sehen zu dürfen.





























