Ein Theaterbesuch ist immer ein spannendes Ereignis für alle Beteiligten. Jeder erlebt ihn anders und wurde durch das Stück auf ganz unterschiedliche Weise angesprochen. Das ist ganz normal und gut so.
Auf dieser Seite finden Sie ein paar Tips rund um den Theaterbesuch.
Gerne senden wir Ihnen auch Materialien zu den Stücken zu, in denen stückspezifische Themen noch weiter vertieft werden.
Was ist Theater? Was haben die Kinder und Jugendlichen für Vorstellungen von Theater? Wer war schon mal im Theater? Was darf man da, was darf man nicht?
Welche Assoziationen haben die Kinder zu dem Plakat? Was fällt der Gruppe dazu ein? Beantworten Sie nicht alle Fragen. Lassen Sie Fragen offen. Es ist spannender selbst herauszufinden, inwiefern Vorstellungen und tatsächlichen Erfahrungen sich decken.
Die Wahrnehmung schärfen
Gabentisch
10 Dinge auf einem Tisch oder an der Seite auf den Boden legen. Jeder aus der Gruppe sieht sich die Dinge ca. 5 Minuten lang genau an. Der Lehrer legt ein Tuch darüber. Die Gruppe erinnert gemeinsam die Dinge, die auf dem Tisch lagen und versucht eine möglichst genaue Beschreibung der Gegenstände.
Zauberball
Ein Ball wird pantomimisch in den Kreis geholt und herumgeben. Der Ball verwandelt sich beim Weitergeben. Er kann nun ständig seinen Charakter ändern, er wird leicht, schwer, groß oder klein. Man darf gerne übertreiben.
Was man während der Vorstellung im Theater DARF:
Was man NICHT DARF:
(Freiling/Fecher, aus: Wie wäscht man einen Elefanten, LAG KJT Südwest in der ASSITEJ, Februar 2006, S. 19)
Bei einem Gespräch über ein Theaterstück gibt es kein RICHTIG oder FALSCH. Alle Fragen sind erlaubt. Jeder sieht etwas anderes in einem Theaterstück. Das hat damit zu tun, dass jeden Zuschauer gerade unterschiedliche Dinge beschäftigen und er so durch andere Impulse angesprochen wird. Einem hat das Bühnenbild besonders gefallen, eine andere grübelt noch lange über eine Lösung für die Hauptperson. Das ist völlig normal. Bei jedem wirkt ein bestimmtes Theaterstück ein bisschen anders. Jeder ergänzt das Gesehene und Erlebte mit den eigenen Gedanken und Vorstellungen. Der Lehrer muss nicht mehr wissen als die Gruppe, er sollte das Gespräch moderieren.
Gut ist es zunächst, Eindrücke aus dem Stück zu sammeln. Was hat einen berührt, beeindruckt, überrascht? Was hat einem am allerbesten gefallen, was fand man komisch? So gelingt es, sich über einzelne Szenen größere Teile des Stücks zu erinnern. Um das Gespräch anzuregen, bietet sich das folgende Ballspiel an:
Die Gruppe stellt sich in den Kreis. Ein Ball wird geworfen. Jeder, der den Ball hat, sagt eine Assoziation zu dem Stück. Dies kann eine Figur sein, ein Gefühl, ein Ding, …was ihm gerade dazu einfällt.
Szenen erinnern und nachstellen
Es werden Zweier-Gruppen gebildet. Überlegt Euch gemeinsam eine Szene aus dem Stück. Findet erst ein Standbild. Entwickelt dann ein kleines szenisches Spiel. Bereitet die Szene kurz vor und zeigt sie den anderen. Können die anderen erkennen, was ihr meint? Im Nachhinein können die Szenen in die richtige Reihenfolge gebracht werden. Findet ihr Titel für die einzelnen Szenen?
In den Materialien geben wir Ihnen praktische Tips und inhaltliche Informationen zu Themen des Stückes. Diese sind zum Teil für die Erzieher und Lehrer gedacht und bieten auch praktische Anregungen, die mit der Gruppe ausprobiert werden können.
Müllmaus
Rieckchens Reise
Alle Freunde fliegen hoch
Das hässliche Entlein/Tölpelhans
Ronja Räubertochter
Das Lied von Rama
Das Buch von allen Dingen
Aschenputtel
Wir alle für immer zusammen
Die Odysee
Anne und Zef
Klamms Krieg
Risiko
Kohlhaas