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Nationaltheater Mannheim
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Es spielen

Isolde
Bragane
Tristan
Mark
Harfe
Schlagwerk
Roel Adam

Alles für das Feuer

aus dem Niederländischen von Eva Maria Pieper ab 13
Inszenierung
Kostüme
Musik
Kampfchoreographie
Regieassistenz
Premiere
24. April 2009

Solange die Erde sich dreht, solange die Nacht den Tag begrenzt, solange der Himmel blau ist und die Erde grün – solange soll die Freundschaft zwischen König Mark und seinem Ritter Tristan währen. Das schwört Mark an dem Tag, als er mit Tristan über die Grenzen seines Reiches reitet, um Königin Isolde zu heiraten und sein Reich mit ihrem zu vereinen. Doch Isolde hat nicht vor, sich heiraten zu lassen – außer von dem Mann, der ihren besten Ritter im Kampf zu besiegen vermag. Mark nimmt das Angebot an und schickt den verkleideten Tristan an seiner Stelle in den Kampf. Der ahnt nicht, dass der schwarze Ritter, dem er gegenüber tritt, in Wahrheit Isolde selbst ist. Als sich das Gefecht dem Ende zuneigt, gibt es keinen Sieger – doch dafür zwei, die sich im Kampf gefunden haben …  

Roel Adam hat eine der größten Legenden des europäischen Mittelalters neu interpretiert: Nicht ein Zaubertrank, sondern der bloße Rausch des Kampfes führt die Liebenden zueinander; Tristan wird nicht Opfer von Magie, sondern seiner ureigenen Gefühle; Isolde ist nicht Spielball höherer Mächte, sondern eine selbstbestimmte Frau, die nach ihren eigenen radikalen Regeln lebt; Mark ist nicht ein arglos Betrogener, sondern selbst ein sehnsüchtiger Betrüger. Liebe und Tod, Schuld und Unschuld, Selbstsucht und Selbstaufgabe und das alles verbrennende Feuer der Leidenschaft – ein starker Stoff in einer starken Neubearbeitung.

Pressestimmen

 "Dass Komödie und Tragödie in der Mannheimer Inszenierung nahtlos ineinander fließen, liegt an dem sicheren Gespür für Gefühl, Pathos und Dynamik von Regisseur Marcelo Diaz. Wie vier Manga-Figuren kennen die vier Liebenden nur die Radikalität ihrer Gefühle und kämpfen immer ums Ganze. Es gelingt Marcelo Diaz mit seinem Ensemble die Leichtigkeit eines Comics mit dem Pathos des Mittelalters zu verbinden und damit die Fragen nach der Lebenslüge, nach Freundschaft und Verrat ernsthaft zu stellen."

Anne Richter, Die Rheinpfalz, 28.04.2009

 

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