Riekchen möchte eine Reise machen: ganz alleine, hinaus in die weite Welt. Doch dafür braucht man viel Mut. Zum Glück hat Riekchen eine große Fantasie, die sie an alle Orte der Welt bringen kann – und eine große Schwester, die sie auf ihrer Reise tatkräftig unterstützt. Sei es als sorgender Hase, der ihm Unterkunft gewährt oder als verliebter Fuchs, mit dem man wunderbare Feste feiern kann. Doch nicht nur schöne Dinge erlebt Riekchen auf ihrer imaginierten Reise. In einem Zirkuszelt gerät das kleine Mädchen sogar in Lebensgefahr …
Nach dem Bilderbuch Henkelman, ons Henkelmannetje von Harriët van Reek erzählt Riekchens Reise mit den Mitteln des Theaters, des Films, der Animation und der Musik von der Sehnsucht nach dem Unbekannten und der Angst vor dem Fremden. Während Riekchen das Gefühl hat, ihre Abenteuer ganz alleine zu überstehen, kommt sie dabei ihrer großen Schwester ein Stück näher. Auch der Schnawwl geht mit dieser Produktion neue Wege, indem er Figurentheater und Videokunst ins Schauspiel integriert.
Premiere am 9. Januar 2010
Für die Jüngsten bringt "Riekchens Reise" spannende Abenteuer, die auf die Förderung der kindlichen Selbstsicherheit ausgerichtet sind. Manches erinnert an "Alice im Wunderland", "Hänsel und Gretel" oder die "Unendliche Geschichte". Den Eltern dürfte zu denken geben, wie intensiv Simone Oswald und Jule Kracht das problematische Verhältnis zwischen den beiden Schwestern veranschaulichen oder wie heilsam sich die Musik (Hans Drijver) hier auf Trotzreaktionen und Zornausbrüche auswirkt. Die Hauptattraktion aber sind die Bühnenmodelle von Harriet van Reek.
Mannheimer Morgen